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  • INOMETA – Im Interview: Frank Rudolph, BOBST, Bielefeld
07.08.2020

INOMETA – Im Interview: Frank Rudolph, BOBST, Bielefeld

BOBST kann am Standort in Bielefeld auf rund 130 Jahre Erfahrung mit der Produktion und Entwicklung von Druckmaschinen und weiteren Komponenten für die Druckindustrie zurückblicken.

In den vergangenen Jahrzehnten ist BOBST zu einem der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen und Services für die Substratverarbeitung, den Druck und die Weiterverarbeitung in den Bereichen Etiketten, flexible Materialien, Faltschachteln und Wellpappe geworden. BOBST verfügt über ein einzigartig breites Lösungsportfolio für Verpackungshersteller und Markenartikelhersteller, ein weltumspannendes Vertriebs- und Service-Netzwerk sowie Produktionsstätten und Competence Center in aller Welt.

Im Interview spricht Frank Rudolph, der mittlerweile seit über 25 Jahren in der flexiblen Verpackungsbranche tätig ist und aktuell die Position des Process Managers und Leiter des „Center of Excellence“ bei BOBST bekleidet, über Alleinstellungsmerkmale, Maschinen sowie Druckwerkskomponenten und wagt einen Blick in die Zukunft. Zum Interview bat Tobias Seeger, Account Manager und BOBST Kundenbetreuer bei der INOMETA GmbH.

Frank Rudolph, Bobst Bielefeld
Frank Rudolph, Bobst Bielefeld
Tobias Seeger, INOMETA Herford
Tobias Seeger, INOMETA Herford

Guten Morgen Herr Rudolph. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen um mit uns über Ihren Arbeitsalltag, die Druckmaschinen und Ihre Erfahrungen mit den INOMETA INOflex Produkten zu sprechen. Eine erste Frage zum Unternehmen. Wodurch zeichnet sich Ihrer Meinung nach BOBST am Standort hier in Bielefeld aus?

Frank Rudolph: Der Standort Bielefeld existiert bereits seit 1880. Unsere Kunden schätzen gestern wie heute unsere Innovationskraft, die hohe Qualität unserer Produkte und Services sowie die Kunden- und Marktnähe von BOBST Bielefeld. Wir verfügen über einzigartige, technisch marktführende Maschinenlösungen wie unter anderem smartGPS sowie ein exklusives Flexo Center of Excellence mit einem vollständig ausgerüsteten Druckvorstufenzentrum, an dem starke Industriepartner beteiligt sind. Durch diese Zusammenarbeit stellen wir eine nahtlose Integration aller Komponenten im breitbahnigen Zentralzylinder-Flexodruckprozess sicher.

Da bieten Sie ja wirklich einen großen Produkt- und Lösungsumfang. Wo sehen Sie denn die größten Herausforderungen Ihrer Kunden, also den Druckern und bei Ihnen?

Frank Rudolph: Aus unserer Sicht ist die Standardisierung der Druckprozesse für viele unserer Kunden eine besondere Herausforderung. Sie ist erforderlich, damit Verpackungshersteller stabil und effizient auf höchstem Qualitätsniveau produzieren können. Eine Lösung ist der Druck mit festem Farbsatz, den wir gemeinsam mit unseren Partnern in unserem Center of Excellence in Bielefeld zeigen.

Der Flexodruck steht mehr und mehr im Wettbewerb mit dem Offsetdruck, dem Tiefdruck und dem Digitaldruck. Er wird zunehmend mit diesen Druckverfahren verglichen. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an seine Qualität. Das ist in meinen Augen die größte Herausforderung. Eine Kombination aus bester Maschinentechnik und Druck-Hardware ist der Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg.

INObridge INOMETA
INOshaft INOMETA

Das bekommen wir auch häufig in Gesprächen bei Druckern mitgeteilt. Was bereitet Ihnen dabei die größten Sorgen und welche Ideen haben Sie für Weiter- und Neuentwicklungen im Flexodruck?

Frank Rudolph: Wie eben beschrieben gibt es eine Reihe an Herausforderungen, aber keine macht uns Sorgen. Im Gegenteil! Wir freuen uns, die Herausforderungen unserer Kunden auch in Zukunft für sie zu lösen, wir arbeiten an etlichen Ideen. Einige haben wir bei neuen Produkten wie der VISION CI und der MASTER CI bereits realisiert und zeigen sie auf unseren Maschinen in Bielefeld. In unseren Köpfen stecken aber noch viele weitere Ideen, die wir angehen werden.


Das ist wirklich hochinteressant. Welche Maschinen drucken denn aktuell bei Ihnen im Center of Excellence und was wird dabei bedruckt?


Frank Rudolph: Derzeit verfügen wir hier über je eine Zentralzylinder-Flexodruckmaschine EXPERT CI und VISION CI. Zusätzlich wird in Kürze eine brandneue MASTER CI installiert, ebenfalls eine Zentralzylinder-Flexodruckmaschine. Alle drei Maschinen bedrucken in erster Linie flexible Verpackungen mit wahlweise wasserbasierten, EB- und lösemittelbasierten Druckfarben.


Interessant, drei verschiedene Arten von Druckfarben. Wie sieht es dabei mit der Druckgeschwindigkeit bei den jeweiligen Maschinen aus, wie hoch sind diese?


Frank Rudolph: Bei der VISION CI erreichen wir Druckgeschwindigkeiten bis zu 400 m/min und bei der EXPERT CI bis zu 600 m/min. Mit unserer MASTER CI erreichen wir sogar eine Druckgeschwindigkeit bis zu 800 m/min bei perfekter Druckqualität.


Das sind ja bereits die High-Speed-Bereiche, welche wir ebenfalls mit unseren Produkten bedienen. Welche Produkte setzen Sie dabei von INOMETA ein und wie beurteilen Sie diese?


Frank Rudolph: Aktuell setzen wir die INOflex® INObridge@ CP CFK-Adapter und die INOshaft® CP CFK-Trägerstangen ein. Mit der Qualität dieser beiden Produktserien sind wir sehr zufrieden. Zudem setzen wir auch in manchen Maschinenkonfigurationen Ihre INOlox Rastersleeves und Rasterwalzen ein. Unsere Partnerschaft mit INOMETA ist eindeutig für beide Unternehmen ein Erfolg. Wir demonstrieren das in unseren Druckmaschinen und auf der Industriepartnerwand im neuen Center of Excellence.

Master CI Bobst

Das freut uns zu hören! Wir erleben die Partnerschaft genauso. Zu den pneumatischen Adaptern müssen Sie wissen, dass in die Entwicklung unsere ganze jahrelange Erfahrung der hydraulischen Adapter eingeflossen ist. Die von INOMETA eingesetzte Konstruktion basiert auf dem Brückenprinzip und ermöglicht so eine Krafteinleitung nah an den Lagerstellen zur Trägerstange. Dazu kommt, dass wir für die Produktkombinationen aus Trägerstange und Adapter einer der wenigen Lieferanten am Markt sind, die Ihnen dieses, aufeinander abgestimmte, System liefern können.

Kommen wir zu der neuen Maschine, der Master CI. Wer hat entschieden, mit welchem Hersteller von Druckwerkskomponenten die Maschine ausgestattet wird?

Frank Rudolph: Das ist natürlich immer eine Entscheidung, die niemand alleine trifft. Dabei war das gesamte Projektteam beteiligt und so wurde für jedes Produkt gemeinsam eine Entscheidung getroffen.


Aus welchen Gründen fiel die Wahl auf INOMETA und welche Herausforderungen konnten wir meistern?


Frank Rudolph:
Die Technik von INOMETA harmonisiert sehr gut mit der Technik von BOBST. Die Leistungsfähigkeit der Produkte ist insbesondere bei sehr anspruchsvollen Druckmotiven klar erkennbar. Auch bei hohen Druckgeschwindigkeiten sowie hohen Auflagen tritt kein Bouncing auf. Die Kombination der Technik beider Unternehmen ermöglicht einzigartig hochwertige Druckergebnisse.


Planen Sie weitere Maschinen mit INOMETA-Produkten auszurüsten?


Frank Rudolph:
Definitiv! Wir werden die Partnerschaft weiter ausbauen. INOMETA ist für BOBST ein sehr guter Partner und wir werden in der Entwicklung sehr eng zusammenarbeiten. Wir sind mit der Partnerschaft sehr zufrieden und freuen uns auf weitere Projekte in den folgenden Monaten und Jahren. Das freut uns natürlich zu hören. Hiermit möchten wir uns bei Ihnen für das freundliche Interview ganz herzliche bedanken und wir freuen uns ebenso auf die zukünftige Zusammenarbeit und den Herausforderungen denen wir uns gemeinsam stellen werden.


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